Sonntagsgurken.

Was macht man an sonnigen, windigen, wolkenvorbeihuschenden Spätsommer-Sonntagen? Keine Frage: nach dem Aufstehen (spät!) erstmal einen Kaffee. Dann wach werden. Ungekämmt und in Jogginghose noch warme Brötchen vom Bäcker holen, während der Freund daheim minutengenaue Frühstückseier kocht. Bei offener Terrassentüre ausgiebig frühstücken, während sich draußen Sonnen- und Wolkenfetzen am Himmel abwechseln.

Sonntage sind immer meine heile Welt, die letzte Zuflucht der Woche. So schön ruhig überall. So schön stressfrei. Zeit für Dinge, bei denen man normalerweise noch nicht einmal Zeit hat, um über sie nachzudenken. Wie zum Beispiel: Was machen eigentlich gerade meine Gurken? Ich habe ewig nicht mehr nachgeschaut, wie es ihnen geht und ob überhaupt Früchte wachsen. Gedacht – getan. Im Foto oben seht ihr die doch recht mickrige Ausbeute meiner ehemals acht Gurkengewächse (die Knollen aus meinem „Ich stopfe-Knoblauchzehen-in-die-Erde-und-gucke-was-passiert“ sind dort auch zu sehen).

Ich glaube, es ist einfach zu kalt, um hier Gurken ohe Gewächshaus zu pflanzen … mir auch, daher sehe ich mich nach einer Beschäftigung um, die den Kreislauf etwas in Schwung bringt: Rasenmähen! Nein, nicht, was ihr euch darunter vorstellt. Meiner ist weder mit Strom noch mit Kraftstoff betrieben, sondern so ein Ding, mit dem man auch sonntags mähen kann – mit reiner Muskelkraft! :) Während des Mähens habe ich genügend Muße, um über die weitere Verwendung der vier kleinen Gürkchen nachzudenken und ich beschließe, dass es nachher

Bratkartoffeln mit Sonntagsgurken-und-Gartentomaten-Salat

geben wird. Dazu braucht ihr folgendes (für zwei hungrige Personen):

(für die Bratkartoffeln)

  • 600 g Drillinge
  • 4 Eier
  • 100 g gewürfelten Bio-Speck
  • eine weiße Zwiebel
  • Kokosöl
  • Pfeffer

(für den Sonntagsgurken-und-Gartentomaten-Salat)

  • selbstgesammelte Sonntagsgurken
  • handverlesene Gartentomaten
  • eine rote Zwiebel
  • weißen Balsamico-Essig & Olivenöl
  • Salz & Pfeffer

Die Drillinge gut schrubben und roh und mit Schale in Scheiben schneiden. Mit gut Kokosöl in einer großen Pfanne erst bei mittlerer Hitze garen, dann bei starker Hitze bis zum gewünschten Bräunungsgrad rösten. Gegen Mitte der Garzeit den gewürfelten Speck und die gehackte, weiße Zwiebel hinzufügen. Am Ende die Eier hineinschlagen und kurz unterrühren, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben.

Für den Salat alle Zutaten in salattaugliche Stücke schneiden und aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer ein frisches Dressing anrühren. Wer mag, kann noch etwas Honig und/oder frischen Basilikum (natürlich auch aus dem eigenen Garten :) ) mit unterrühren.

Ich wünsche guten Appetit aus meiner heilen Sonntagswelt, morgen frisst mich dann wieder der Alltag …