Was ist eigentlich mit Hummelhonig?

Ich habe den Eindruck, dass seit Tagen die Hummeln gerade emsiger die Blütenpollen einzusammeln scheinen als irgendwelche Bienen. Und alle sprechen immer nur von Bienenhonig. Ist das unfair? Ich habe man recherchiert!
Der Hummelhonig besteht aus den gleichen Grundstoffen wie der Bienenhonig. Da aber ein (sehr großes) Hummelvolk maximal 800 Individuen haben kann, ist die Menge des Honigs natürlich geringer als bei einem Bienenvolk mit einer Individuenzahl von 40.000 bis 80.000. (Allerdings würde ein Hummelvolk in dieser Stärke in der gleichen Zeit 15-mal soviel Honig sammeln!)

Ein zweiter Punkt ist die Konsistenz des Honigs. Eine Nektarsammlerin bei den Bienen kommt zum Stock zurück, reicht den gesammelten Nektar an eine Stockbiene weiter, die reicht ihn wieder weiter, bis er über mehrere Stationen in der Wabe landet. Durch die Wärme im Stock und diese Prozedur verdunstet ein Teil des in ihm enthaltenen Wassers. Es wird eine ziemlich dickflüssige Materie daraus. Deshalb können Bienenwaben auch zur Seite hin offen sein. (Später werden sie allerdings mit einem Wachsdeckel verschlossen).
Eine Hummelsammlerin kommt in den Stock zurück, krabbelt zur Wabe und leert ihren Honigmagen in die Wabe. Dieser Honig ist deshalb sehr dünnflüssig. (Die Hummelwaben sind runde Tönnchen mit einer Öffnung nach oben.)

Der Wissenschaftler Bernd Heinrich berichtet, dass dieser Honig sehr gut schmeckt, er behauptet sogar „viel besser als jeder Bienenhonig“.

Es gibt allerdings auch andere Vermutungen, warum es keinen Hummelhonig gibt, so findet man zum Beispiel folgende Antworten im Netz:
„Die Hummeln sind zu fett und deswegen tun sie nur so als ob sie es machen, können’s aber gar nicht.“ oder „Der Hummel-Verein hat seine eigene Gewerkschaft, welche es ablehnt, mit Menschen Handelsverkehr zu betreiben.“

Also, ich finde das mit der Gewerkschaft ja ziemlich plausibel.